Studenten-WG: Vorteile, Fallstricke und alles, was du wissen musst, bevor du unterschreibst

Eine WG. Für viele ist das der erste echte Schritt in die Selbstständigkeit. Kein Frühstück, das die Mama schon vorbereitet hat. Keine eigene Waschmaschine mehr. Dafür : ein Zimmer irgendwo in einer fremden Stadt, gemeinsame Küche, und Mitbewohner, die man vielleicht erst seit drei Wochen kennt. Klingt abenteuerlich, oder ? Ist es auch. Aber es gibt ein paar Dinge, die ich mir gewünscht hätte zu wissen, bevor ich damals meinen ersten WG-Vertrag unterschrieben habe.

Warum eine WG für Studenten oft die cleverste Wahl ist

Mieten in deutschen Unistädten sind brutal. München, Frankfurt, Hamburg – in manchen Städten zahlt man für ein möbliertes Einzelzimmer locker 700 bis 900 Euro. Ein WG-Zimmer hingegen liegt oft zwischen 350 und 550 Euro, inklusive Nebenkosten. Das ist keine Kleinigkeit. Das ist der Unterschied zwischen „ich kann mir einmal im Monat ein Konzert leisten“ und „ich lebe von Nudeln mit Tomatensoße“.

Aber es geht nicht nur ums Geld. Eine WG kann sozial so viel geben – gerade wenn man neu in einer Stadt ist und noch niemanden kennt. Man teilt den Alltag, kocht manchmal zusammen, tauscht sich aus. Und apropos Alltag : Strom, Heizung, Energie – das sind Themen, die man in einer WG früher oder später angehen muss. Wer sich schon vorab informieren will, findet auf https://www.meilleures-energies-vertes.fr nützliche Hinweise zu grünen Energieoptionen, die auch für WG-Haushalte interessant sein können. Es gibt Studenten, die ihre besten Freunde aus der WG-Zeit mitgenommen haben fürs ganze Leben. Ich finde das ehrlich gesagt fast romantisch – auch wenn ich gleichzeitig weiß, dass es genauso gut in eine totale Katastrophe enden kann.

Die Kosten realistisch kalkulieren

Bevor du irgendetwas unterschreibst : rechne alles durch. Nicht nur die Kaltmiete. Sondern auch :

Nebenkosten : Heizung, Wasser, Strom, Internet. In manchen WGs sind die inklusive, in anderen nicht. Frag immer nach.

Kaution : Meistens zwei bis drei Monatskaltmieten. Das ist Geld, das du erst mal vorstrecken musst – und das du hoffentlich am Ende zurückbekommst.

Strom und Energie : Das ist ein Punkt, den viele unterschätzen. Gerade wenn du neu in einer WG bist und nicht weißt, wie die Vormieter die Verträge abgeschlossen haben – schau dir unbedingt an, welcher Anbieter genutzt wird und ob das sinnvoll ist. Es lohnt sich, die aktuellen Tarife zu vergleichen.

Die Suche : Wo findet man heute noch ein gutes WG-Zimmer ?

WG-Gesucht.de ist nach wie vor die erste Anlaufstelle in Deutschland. Keine Diskussion. Aber der Markt ist hart – in Städten wie Berlin oder Köln bewirbst du dich auf ein Zimmer wie auf einen Job. Echt jetzt. Du schreibst eine Bewerbung, schickst Fotos, gehst zum „WG-Casting“. Das klingt übertrieben, ist es aber nicht.

Mein Tipp : Sei konkret in deiner Bewerbung. Kein „Ich bin aufgeschlossen und suche eine nette WG“ – das schreibt jeder. Erzähl lieber kurz, was dich ausmacht, wie dein Alltag aussieht, ob du ein Frühaufsteher bist oder eher nachts lernst. Die kleinen Details machen den Unterschied.

Neben WG-Gesucht lohnt sich auch ein Blick auf das Studentenwerk deiner Stadt – viele bieten Zimmer in Wohnheimen an, die günstiger sind als private WGs. Wartelisten sind lang, also früh anmelden.

Der WG-Vertrag : Was du unbedingt prüfen musst

Hier wird’s ernst. Und hier machen viele den größten Fehler – nämlich gar nicht richtig hinzuschauen.

Bist du Hauptmieter oder Untermieter ? Das ist entscheidend. Als Untermieter hast du weniger Rechte. Wenn der Hauptmieter auszieht oder Stress macht, kannst du im schlechtesten Fall plötzlich ohne Wohnung dastehen.

Steht dein Name im Mietvertrag ? Wenn ja : du haftest. Auch für Schäden, die andere verursacht haben. Ich sage das ohne Drama, aber es ist wichtig, das zu wissen.

Wie sind Kündigungsfristen geregelt ? Drei Monate zum Monatsende ist Standard. Aber manche Verträge haben kürzere oder längere Fristen – check das, bevor du unterschreibst.

Was passiert bei Auszug ? Schönheitsreparaturen, Renovierungspflichten – das sind Klauseln, die einem am Ende teuer zu stehen kommen können.

Im Zweifel : zum Mieterschutzbund oder in die kostenlose Rechtsberatung der Uni gehen. Dafür ist die da.

Das Zusammenleben : die unterschätzten Konflikte

Okay, ehrlich gesagt ist das der Teil, wo die meisten WGs scheitern. Nicht am Geld. Nicht am Vertrag. Sondern am Alltag.

Wer kauft das Toilettenpapier ? Wer putzt das Bad ? Darf man Freunde über Nacht einladen ? Wie laut darf Musik sein und bis wann ? Das klingt alles total banal – und trotzdem sind das die Dinge, über die man sich am meisten streitet.

Mein Tipp : Macht am Anfang einen WG-Vertrag unter euch. Nicht offiziell, nicht beim Notar – einfach eine Liste an Regeln, auf die sich alle einigen. Wer ist wann für was zuständig ? Was ist okay, was nicht ? Das verhindert nicht jeden Streit, aber es gibt euch eine Grundlage.

Und noch was : Sprecht offen miteinander. Klingt simpel, ist aber in der Praxis oft das Schwierigste. Wenn dich was stört, sag es früh. Wer zwei Monate lang schweigt und dann explodiert, hat selten das bessere Argument.

Die versteckten Kosten einer WG

Ein Punkt, den ich anfangs total unterschätzt habe : die gemeinsamen Ausgaben. Putzmittel, Küchenrollen, Spülmittel, Klopapier – das summiert sich. Viele WGs haben eine gemeinsame Kasse dafür. Gute Idee, wenn alle ehrlich mitmachen. Schlechte Idee, wenn einer immer schon wieder „vergessen“ hat einzuzahlen.

Außerdem : der Rundfunkbeitrag. Pro Haushalt einmal 18,36 Euro im Monat, egal wie viele Personen drin wohnen. Das lässt sich also aufteilen – macht das von Anfang an klar.

WG oder Einzelwohnung – wann ist welche Option besser ?

Eine Einzelwohnung ist ruhiger, privater, du bist dein eigener Herr. Aber sie ist teurer – oft doppelt so teuer wie ein WG-Zimmer. Und sie kann einsam sein, gerade am Anfang des Studiums.

Eine WG ist günstiger und sozialer. Sie ist aber auch lauter, komplizierter, und manchmal anstrengend. Wenn du weißt, dass du deine Ruhe brauchst zum Lernen und du introvertiert bist – überleg dir das wirklich gut. Manche Menschen blühen in WGs auf. Andere verkümmern.

Es gibt keine universelle Antwort. Aber wenn du gerade frisch in einer neuen Stadt bist und noch niemanden kennst, würde ich fast immer zur WG raten – zumindest für die ersten ein bis zwei Jahre.

Checkliste vor der Unterschrift

Kurz zusammengefasst, bevor du den Stift ansetzt :

Hast du alle Kosten durchgerechnet (Kaltmiete, NK, Kaution, Internet)?
Weißt du, ob du Haupt- oder Untermieter bist ?
Hast du den Vertrag vollständig gelesen – inkl. Kleingedrucktem ?
Habt ihr als WG über Hausregeln gesprochen ?
Sind alle nötigen Ummeldungen (Einwohnermeldeamt, Rundfunkbeitrag) auf dem Schirm ?

Das klingt nach viel, ist aber schnell erledigt. Und es erspart dir eine Menge Stress.

Fazit : Eine WG ist kein Selbstläufer – aber sie kann verdammt gut sein

Eine Studenten-WG ist vielleicht nicht perfekt. Sie ist laut, manchmal chaotisch, und ja – es gibt Momente, wo du dir wünschst, du hättest einfach deine eigene Wohnung. Aber sie ist auch günstig, lebendig, und für viele einer der prägendsten Teile des Studiums.

Geh mit offenen Augen rein. Lies den Vertrag. Red mit deinen Mitbewohnern. Und kläre die Frage mit dem Toilettenpapier, bevor es zum Problem wird. Das ist kein Scherz.